Über

Dekadenzkritik versteht sich als kritisches Observativ und argumentatives Korrektiv für aktuelle gesellschaftliche, politische und mediale Entwicklungen und Narrative. Der Begriff Dekadenz beschreibt einen Zerfallsprozess. Er bezieht sich hier auf die öffentliche Debattenkultur, sowie das menschliche Miteinander im gesellschaftspolitischen Zustand. Die Grundprämisse dieses Projekts lautet also, dass wir uns derzeit in einer Periode der allgemeinen Dekadenz befinden. Wir leben in einer Zeit des Empörialismus (ein Begriff von Michael Salomon-Schmidt), d.h. Debatten werden nicht mehr durch Argumente bestimmt, sondern mit Mitteln des emotionalen Drucks, der Diffamierung unliebsamer Meinungen und Interessen, sowie Verschleierungstaktiken geführt. Man empört sich, errichtet Denkverbote und zerstört so effektiv den rationalen Austausch immer weiter. Auch neutraler, informativer Journalismus ist in der heutigen Medienlandschaft kaum mehr zu finden. Es bedarf daher einer Kritik, die sich der Argumentation verschreibt. Der Leser ist allzeit dazu aufgefordert, die Argumente zu prüfen, bevor auf eine gesellschaftlich vorgefertigte Bewertung von Inhalten zurückgegriffen wird. Die hauptsächliche Methode von Dekadenzkritik wird der Bezug auf andere Artikel sein, welche hier ihre Auseinanderlegung und kritische Läuterung erfahren.